Anonyme Warnung
Ich gab mich als anonymer Gratulant aus und schrieb einen Brief, in dem ich ihn vor den drohenden Konsequenzen warnte. “Du denkst, dass deine Taten unbemerkt bleiben, aber die Wahrheit findet immer ihren Weg nach draußen”, hieß es in einem ruhigen, aber ahnungsvollen Ton. Die Worte trafen ins Schwarze – er schauderte sichtlich und las die Nachricht immer wieder, weil er verzweifelt versuchte herauszufinden, wer sein Geheimnis kennen könnte. Die Saat der Paranoia war aufgegangen, genau wie ich es beabsichtigt hatte, und brachte ihn immer näher an den Abgrund.

Anonyme Warnung
Paranoia wächst
Seine Paranoia verstärkte sich und zerrte an den Rändern seines ausfransenden Verstandes. “Wer könnte das geschickt haben?”, murmelte er und lief unruhig in seinem Büro auf und ab. Jeder Anruf fühlte sich wie eine Falle an, jedes Gespräch war mit versteckten Botschaften gespickt. Seine einstige Überheblichkeit löste sich in ängstliche Unsicherheit auf, sein Selbstvertrauen wurde durch ständiges Misstrauen untergraben. Er schlief nicht mehr und irrte nachts wie ein Geisterjäger durch das Haus, gequält nicht nur von der Angst, enttarnt zu werden, sondern auch von dem langsamen, unbarmherzigen Nagen seines eigenen Gewissens.

Die Paranoia wächst

